Heimische Vogelarten schützen, die heimischen Sprachen dagegen mit Füßen treten?
Da müßte es doch ob des Widerspruchs im Kopf laut zwitschern. Nicht so offenbar beim Schweizer Vogelschutz.
Die Schweiz hat vier schöne Landessprachen und etliche Mundarten. Die Schweiz wird im Ausland um ihre Sprachenvielfalt und Kulturvielfalt beneidet.
Aber der Schweizer Vogelschutz – neu der “bird life”, sprich “Börd Leif”, welcher sich auf die Fahnen schreibt, angeblich die heimische Vogelartenvielfalt schützen zu wollen, scheint vom Schutz der heimischen Kulturvielfalt und Sprachenvielfalt offenbar nichts zu halten.

Wenn Vogelschützer einen Vogel haben: Da schreibt man sich auf die Fahnen, die heimischen Vögel bzw. Vogelarten-Vielfalt schützen zu wollen und tritt die heimische Kultur und Sprache bzw. die heimische Sprach-Vielfalt aggressiv und dumm mit den Füßen (Bildschirmfotoausriß: Schweizer Vogelschutz bzw. "birdlife")
Im Gegenteil: Denglische Einfalt hat auf abstoßende Art und Weise Einzug gehalten.
Denn die Vögelschützer vom ehemaligen Schweizer Vogelschutz schämen sich nicht, die Sprachenvielfalt der Schweiz mit Füßen zu treten und vergewaltigen die Schweizer Landessprachen genauso unnötig wie dumm mit häßlichem Globalesisch.
Der ehemalige Schweizer Vogelschutz erscheint somit wenig glaubwürdig.
Wer demnach etwas für den Vogelschutz tun möchte, ist damit gut beraten, lieber an eine der zahlreichen anderen Vogelschutzorganisationen als an den Schweizer Vogelschutz – Entschuldigung – an den “Börd Leif” zu spenden.
Denn wem die heimische Kultur und Sprache sowenig am Herzen liegt wie dem Börd Leif (ehemals Schweizer Vogelschutz), der wird wohl kaum in der Lage sein, sich für Vogelschutz wirksam einzusetzen.

Darf man sich beim "birdlife" (ehemals "Schweizer Vogelschutz") demnächst auf weitere Fortschritte freuen? - Nicht nur Sprachdezimierung, sondern auch Vogelartendezimierung als neues Vereinsziel?
Demnächst weitere Fortschritte beim “birdlife”?
Vielleicht kommt der ehemalige Schweizer Vogelschutz und heutige Bördleif ja demnächst auf eine neue, noch fortschrittlichere Idee: Globalesisch nicht nur schrittweise bei der Kultur- und Sprachvielfalt, sondern auch bei Vögeln: Heimische Vogelarten sukzessive ausrotten und eine Globalvogelart einführen.
Wozu auch Vielfalt in der Tierwelt fördern, wenn schon der Name Einfalt ist? Eine Sprache – Globalesisch – reicht schließlich, warum dann nicht auch nur eine Vogelart?
Wie wäre es mit der Amsel? Quatsch, noch viel zu heimisch und heimatlich. Besser eine globalere Vogelart. Außerdem könnte durch eine Entscheidung für die Amsel leicht der Verdacht entstehen, beim ehemaligen Schweizer Vogelschutz gehe rechtes Gedankengut um. Lieber das Haushuhn. Das ist fast global vertreten.
Vielleicht veranstaltet der Bördleif ja demnächst eine Abstimmung unter den Mitgliedern, für welche Vogelart sie sich entscheiden, damit die anderen ausgerottet werden können?
Nach dem Motto: Eine Global-Sprache reicht, also auch eine Vogelart. Gäb nicht mehr soviel zu schützen und man könnte wesentlich effizienter arbeiten beim Schweizer Vogelschutz – ähm – Bördleif. Denn man muß sich nicht mehr um so viele vom Aussterben bedrohte Vogelarten kümmern.
Es gibt ja auch Kreise in der Schweiz, die halten mehrsprachige Ortsnamen für genauso überflüssig wie die Landessprachen. Besonders das vom Aussterben bedrohte Rhätoromanisch könnte man nach dem Willen dieser Leute genauso abschaffen wie Walserdeutsch & Co.
Also beginnen wir doch und schaffen auch überflüssige Vogelarten ab. Die Schweiz käme schließlich auch ohne Steinadler, Nachtigall, Purpurrheier usw. gut zurecht.
Nur ein paar ganz ganz Ewiggestrige würden so völlig überflüssige Vogelarten wie Steinkauz, Raubwürger, Großen Brachvogel, Rotkopfwürger und Bekassine vermissen.
Oder so vollkommen überflüssige Sprachen bzw. Folklore wie Rhätoromanisch oder Italienisch, Französisch, Surselvian, Walserdeutsch. Und dann noch dieses völlig überflüssige Schweizerdeutsch mit seinen zahlreichen Mundarten. Könnte man gleich mit abschaffen. Hemmt bloß die Verständigung mit dem nördlichen Nachbarn und schadet damit einer raschen Eingliederung der Schweiz in die erfolgreiche EU.
Und überhaupt: Wer zum Kuckuck braucht schon eine Zwergohreule? Wofür ist die nützlich? Oder Rebhuhn und Wachtelkönig?
Man könnte sich daher auf Denglisch als nützliche Globalsprache einigen sowie das Haushuhn als nützliche Vogelart (es legt außerdem eßbare, schmackhafte Eier und ist die nützlichste Vogelart, ähnlich wie denglisches Globalesisch die nützlichste Sprache ist).
Man könnte sich nach der Eliminierung der überflüssigen Sprachen und Mundarten viel besser weltweit verständigen und Vogelforscher könnten sich auf eine Art, das Haushuhn, konzentrieren, nachdem die anderen für überflüssig befundenen Vogelarten endlich erfolgreich eliminiert werden konnten.

Nur noch die Flagge ist schweizerisch, der Rest Globalesisch - Frau Martullo, die Tochter von Christoph Blocher und neue Leiterin von EMS Chemie ist fortschrittlich: Sie spricht auch dann Englisch, wenn die meisten Zuhörer deutschsprachig sind (Foto: Schlagwort AG)
Staatsunternehmen wie Swissmint (das ist kein Pfefferminzkaugummi, sondern die neue Schweizerische Münzanstalt) und die Tochter von Christoph Blocher gehen mit gutem Beispiel voran: Bei beiden hält Globalesisch Einzug. So spricht Blochers Tochter bei der traditionsreichen “Ems Chemie” – auch, wenn die weitaus größte Zahl der Zuhörer deutschsprachig sind – nur auf Englisch. Das ist doch ein Fortschritt!
