über denglische Sprach-Stilblüten
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Positives Beispiel Botti-Schuhe

4. Juli 2016
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Prägt sich ein, Wiedererkennungswert, einfach schön-gemachte Werbung bei Botti-Schuhe.

Das ist einen Beitrag wert in der Rubrik „Produkte ohne Denglisch“.

IMG_20160629_151404 Denglisch

EU-Kommissar Günther Öttinger fordert Abschaffung von Deutsch

25. September 2015
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Ist es nicht komisch, daß gerade Leute, die selbst gar kein Englisch können, so ein Geschwafel vom Stapel lassen, Englisch solle die Arbeitssprache werden, Deutsch sei nur noch für den privaten Gebrauch.

EU-Kommissar Günter Öttinger (Eigenschreibung Oettinger) ist so ein Heini.

Dabei kann dieser Typ, der aus dem Bundesland Baden-Württemberg kommt (offizielle Eigenwerbung „Wir können alles außer Hochdeutsch“), nicht einmal richtiges Schriftdeutsch.

„it shits me on“

20. April 2015
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Lese ich gerade und bei so schönem Denglisch, da enthalten wir uns jeden Kommentars : – )

Sprachvielfalt versus Denglisch

28. April 2014
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Denglisch ist das Gegenteil von Sprachvielfalt.

Denn das, was heutzutage als Denglisch daherkommt hat mit richtigem Englisch kaum etwas zu tun. Kein Engländer oder Amerikaner würde verstehen, was eine „back factory“ ist. (Denglisch für Bäckerei!)

Es muß nicht immer Englisch sein. Auch Spanisch ist eine sehr verbreitete Sprache.

Es muß nicht immer Englisch sein. Auch Spanisch ist eine sehr verbreitete Sprache.

Kein Mensch, der wirklich Englisch kann, würde eine Bäckerei so benennen. Werbeagenturen, die sich solche Namen ausdenken offenbaren damit nur eines: Daß sie kein Englisch beherrschen.

Sprachvielfalt drückt sich dadurch aus, daß man Sprachen lernt und sie beherrscht.

Europa hat eine einzigartige Sprachvielfalt. Darunter auch andere sogenannte Weltsprachen, nicht nur das Englische.

Wer eine Sprache lernen möchte, die er in ganz vielen Ländern der Welt benutzen kann aber kein Englisch möchte, kann zum Beispiel Spanisch lernen.

Spanisch ist die offizielle Landessprache in 20 Ländern der Welt.

Und es wird in weiteren 9 Ländern von großen Teilen der Einwohner gesprochen.

Spanien und lateinamerikanische Länder, in denen Spanisch gesprochen wird, sind beliebte Reiseläner. Spanisch wird zum Beispiel auch in Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Venezuela oder Kuba gesprochen. Spanisch die am vierthäufigsten gesprochene Sprache der Welt.

Ein Spanischkurs ist der beste Anfang, etwas für Mehrsprachigkeit und Sprachbildung zu tun.

Auch in der Schweiz oder in Deutschland findet man viele Muttersprachler, mit denen man Spanisch üben kann.

Spanisch ist im Übrigen nicht gleich Spanisch. Ähnlich wie es Unterschiede zwischen Bayerisch, Norddeutsch, Schweizerdeutsch und Hochdeutsch gibt, gibt es auch beim Spanischen Unterschiede.
So ist das Spanisch in Lateinamerika ein anderes als das Spanisch, welches man in Europa (namentlich natürlich Spanien) kennt.
Das europäische Spanisch und das Lateinamerikanische Spanisch ist unterschiedlich (siehe Link oben).

Werbeartikel und Denglisch

26. September 2013
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Obwohl sämtliche Studien eindrücklich belegen, daß Denglisch Umsätze hemmt und das Ansprechen der Kundschaft in ihrer Sprache am meisten wirtschaftlichen Erfolg bringt, staunt man, wie sehr gerade im Werbeartikel-Markt weiterhin Denglisch Verbreitung findet.

Werbegeschenke, auch Giveaways genannt  – dieses denglische Wort „giveaways“ steht sogar bereits im Duden, empfohlene Schreibung „give-aways“.

Werbegeschenke heißen also „give aways“, weil es ja viel moderner zu klingen scheint. Doch daß es viele Kunden gar nicht verstehen? Hat man auch daran gedacht?

Englische Werbeslogans werden von Konsumenten nicht nur nicht verstanden, sie kommen auch emotional nicht bei ihnen an.  Dies belegen zahlreiche Studien der jüngsten Zeit. Etwa eine von der Uni Dortmund.

Firmenkleidung würde jeder verstehen, aber es muß „corporate wear“ heißen. Oder „corporate fashion“ (sprich Korporäiht Fäschn). Firmenmode würde wohl auch kein Englisch-Muttersprachler in diesem Zusammenhang sagen.

Würden Anbieter ihre Kunden mehr in der eigenen Sprache der Kunden ansprechen, so dürften sie mehr Umsatz machen.

Und gemäß sämtlichen Studien zu Denglisch (vgl. auch hier) dürfte dies einiges ausmachen.

 

Reifenversand Tirendo: Ein Beispiel für einen ansprechenden Werbespruch

16. September 2013
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Von Remo Maßat

Auf Spottlight.ch führen wir regelmäßig Beispiele von Sprachvergewaltigung auf und auch von mißlungenem Marketing.

Der Reifenhändler Tirendo spricht die Kunden in ihrer Sprache an, nicht in denglischem Kauderwelsch. (Bildschirmfoto: Tirendo.ch)

Der Reifenhändler Tirendo spricht die Kunden in ihrer Sprache an, nicht in denglischem Kauderwelsch. (Bildschirmfoto: Tirendo.ch)

Man denke nur an den Werbespruch von Schlecker in Deutschland oder RWE mit seiner inzwischen legendären millionenschweren aber völlig mißlungenen Werbekampagne „One group, multi utilities„, die später auf „Eine Gruppe, viele Möglichkeiten“ umgestellt werden mußte.

Dabei sollten es die Werber besser wissen. Eine Studie der Agentur Endmark zeigte es schon vor längerem auf. Denglische Werbesprüche kommen nicht nur schlecht an. Schlimmer noch: Sie prägen sich nicht ein. Der Wiedererkennungs- und Erinnerungswert ist gleich null (Studie zu Denglisch)

Weitere Studien, u. a. an der Ruhruniversität in Dortmund folgten und kamen zu noch erschreckenderen Ergebnissen. Das ganze Denglisch-Geschwafel der Werbeaffen ist sogar massivst kontraproduktiv.

Das hält die Werbe-Spezialisten aber natürlich nicht davon ab, die Gesellschaft weiterhin mit unnötigen und blöden Denglisch zu plagen.

Insofern ist es auch einmal wieder an der Zeit, ein positives Beispiel zu erwähnen.

Wer bei Tirendo seine Winterreifen kauft, wird nicht mit albernen Denglisch konfrontiert. Der Reifenversant nimmt keinen farblosen Denglisch-Werbespruch ins Logo auf wie „Your car wants it too„, sondern spricht die Sprache seiner Kunden.

Der Reifenanbieter spricht die Kunden mit „Dein Auto will es auch“ an. Ein toller, einprägsamer Werbespruch, der jedem leidenschaftlichen und auch weniger leidenschaftlichen Autobesitzer unter die Haut geht.

Sogar einem Bahnfahrer wie dem Verfasser dieses Beitrags.

Wenn nun die Werbeagentur des Reifenversandes noch das „online Reifenprofi“ um das sog. Deppenleerzeichen bereinigen würde und sich dafür entscheiden würde, ein Selbstwort großzuschreiben, wenn sie hier schon Denglisch verwendet. Das wäre ganz klasse.

Um das Wort „online“ kommt heutzutage kaum noch jemand herum, es hat sich eingenistet wie „handy“. Man sollte aber die Rechtschreibung noch anwenden. Beim Reifenprofil würde man ja auch nicht den Kunden ein schlechtes Reifenprofil verkaufen….

Zu Wörtern wie „handy“ oder „online“ sei noch gesagt: Daß jeder, der des Englischen mächtig ist (also z. B. ein Australier oder Amerikaner) sich den Kopf schüttelt, wenn er sieht, wie diese englischen Wörter gebraucht werden., siehe z. B. hier. Oder hier. Oder hier.

Doch zurück zum Reifenversand:

Der obengenannte Internet-Reifenversand hat einen handfesten Vorteil im Vergleich mit Konkurrenzanbietern. Wenn die Studien zu Denglisch (immerhin von einer Universität unternommen und von einer namhaften Agentur) auch nur ansatzweise stimmen und der Reifenanbieter dadurch – sagen wir einmal 10 % mehr Reifen verkaufen kann, weil er seine Kunden in ihrer Sprache anspricht, dann hat sich der Verzicht auf dummes Denglisch doch mehr als gelohnt, oder? Und dies nicht nur für Sprachschützer… die Kunden haben ein angenehmers Einkaufs- bzw. Reifen-bestell-Erlebniß und der Reifenanbieter mehr Umsatz.

Elektroauto oder Mobiltelefon?

22. Juli 2013
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Kreativlos nicht nur die Sprache (falsches Englisch), sondern auch die Gestaltung: Eine Vergewaltigung des Auges (Foto: TU Braunschweig)

Kreativlos nicht nur die Sprache (falsches Englisch), sondern auch die Gestaltung: Eine Vergewaltigung des Auges (Foto: TU Braunschweig)

Bescheuerter hätte man den Namen für ein Elektroauto kaum wählen können. Das Denglisch sollte vermutlich schön weltmännisch und global daherkommen. Aber woran denkt ein Englisch-Muttersprachler beim Wort Mobile? An ein Auto?

Nein, er denkt an ein Mobiltelefon, ein „Händy“…

Und paradoxerweise schließt sich der Kreis beim „Handy“. Was ist eine „handy bag“ (eine Händi Bäg) für einen Amerikaner oder Engländer? Eine Hülle für sein Mobiltelefon? Nein, übersetzt heißt das eine „handliche Tasche“.

Tja, so ist das.

Prof. Dr.-Ing. Markus Maurer (maurer@ifr.ing.tu-bs.de) und Dipl.-Ing. Peter Bergmiller (bergmiller@ifr.ing.tu-bs.de) sollten sich und ihre Studenten lieber in Deutsch probieren, vor allen Dingen, wenn sie kein Englisch beherrschen. Oder kann solch ein Marketing-Gau bei der Namenswahl einen anderen Grund haben?

Unsere Welt ist voller Wesenheiten und negativen Energien…

7. Juni 2013
Es gibt eigentlich kaum etwas, was weniger spirituell ist, als Denglisch. Personen-Clearing: Was steckt hinter dem monströsen Globalesisch-Wort?
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Es gibt eigentlich kaum etwas, was weniger spirituell ist, als Denglisch. Personen-Clearing: Was steckt hinter dem monströsen Globalesisch-Wort?

Es gibt eigentlich kaum etwas, was weniger spirituell ist, als Denglisch. Personen-Clearing: Was steckt hinter dem monströsen Globalesisch-Wort? (Bildschirmfotoausriß: bewußt-gesund-leben.ch)

.. steht auf bewußt-gesund-sein.ch zu lesen.

Und ich glaube es sofort, als ich auf der Seite weiterlese.

Es stimmt tatsächlich. Unsere Welt ist wirklich voller Wesenheiten und negativen Energien.

Eine Wesenheit und besonders negative Energie verpanscht zum Beispiel die schöne Sprachvielfalt und Kulturvielfalt in ein häßliches denglisches Globalesisch.

„Nach einem Personen-Clearing fühlen sie sich befreit und haben unsere Energie wieder zur Verfügung“ wirbt „bewußt-gesund-sein.ch“ für seine Angebote. Und weiter: „Das Personen-Clearing ist eine schnell wirkende Methode den Wesen und Energien den Weg ins Licht mit Hilfe der Engel zu zeigen, uns zu reinigen und die Störungen in unserem Heilungsprozeß zu beheben.“

Ich würde gern mal sowas buchen für die Personen buchen, die solche Unwörter wie Personen-Clearing in die Welt setzen. Auf daß die Reinigung „den Wesen und Energien den Weg ins Licht mit Hilfe der Engel zeigt“.

Und Reinigung und Heilung der Schöpfern solcher Sprachvergewaltigungen zugutekommt.

Wann werden eigentlich solche Schwamm- und Blasen-Ausdrücke mit Denglisch gerne angewandt? Sowas wie „Personen-Clearing“.

Wenn man etwas nicht klar ausdrücken will oder kann, dann kommt solche Schleier-Sprache immer zur Anwendung. Arbeitnehmer werden nicht „ausgelagert“, es wird auhtgesuhrst (outgesourst) bzw. ein „outsourcing“vorgenommen. Klingt ja viel harmloser. Mit Denglisch kann man so schön verschleiern.  Und Personen-Clearing. Warum eigentlich kann man das bitte nicht auf Deutsch sagen?

Remo Maßat

Lebensmutig.de sollte erstmal sprachmutig werden,…

7. Juni 2013
Erstmal sprachmutig werden, dann andere lebensmutig ihre Biographie schreiben lassen.... (Bildschirmfotoausriß)
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Erstmal sprachmutig werden, dann andere lebensmutig ihre Biographie schreiben lassen.... (Bildschirmfotoausriß)

Erstmal sprachmutig werden, dann andere lebensmutig ihre Biographie schreiben lassen…. (Bildschirmfotoausriß)

… bevor es anderen Menschen Mut machen möchte, eine Biographie zu verfassen.

Der Verein befaßt sich – anders als der Name suggeriert – nicht etwa mit Leuten, die lebensmüde sind, sondern mit Leuten, die eine Biographie verfassen wollen.

In hochgestochen daherkommenden Denglisch heißt es dann „biografisches coaching“ (sprich: biographisches Kohtsching), was nichts anderes heißt als Biographie-Schulungen. Aber „biografisches Kohtsching“ klingt ja um sovieles wichtiger.

Auf die dämliche Idee, sowas „coaching“ zu nennen, muß man erstmal kommen.

Biographiearbeit mit Menschen mit Behinderung heißt dann natürlich auch „Biographiearbeit mit Menschen mit Händikäpp“ (handicap)

Gehändigkäppt ist hier nur eines, die Sprache.

Geboten werden auch „In house Schulungen„. Mit schönen sogenannten Deppenleerzeichen. Weiß jemand, was das bitte heißen soll? Im-Haus-Schulungen? Schulen die sonst draußen, im Garten? Oder was soll damit betont werden?

Oder da heißt es an anderer Stelle: „….entnehmen Sie bitte dem angefügten Folder!“ Was bitte soll denn das heißen?

Bevor hier andere Leute lebensmutig gemacht werden sollen, sollte man sich selbst erstmal sprachmutig machen. Und dann sich mit dem Lebensmut anderer Leute befassen.

Ich möchte nicht wissen, wie so eine Biographie, die von diesem Verein angeleitet geschrieben wird, dann aussieht. Vermutlich heißt dann die Überschrift schon in schönstem Denglisch-Kauderwelsch „My biography“….

Gruselig.

 

Schrittmotor vs. „step motor“ und „Schneckenwelle vs. „extruder“

31. Mai 2013
Schneckenwelle vs. "extruder"
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Schrittmotor. Welch ein schönes Wort. Man weiß sofort, was gemeint ist.

Man kann sich bildlich etwas darunter vorstellen.

Der gleiche Anbieter, der Schrittmotoren anbietet, bei dem gibt es auch „Extruder und Hotends“.

Jetzt verstehen sicher auch viele Experten nur noch Bahnhof.

Was ein „extruder“ ist? Eine Schneckenwelle. Ganz einfach. Eine Schneckenwelle.

Laut dem größten Lexikon der Welt. Es wäre laut allen Studien der jüngsten Vergangenheit sehr verkaufsfördernd, Produkte so zu benennen, daß man sich konkret etwas drunter vorstellen kann.

Was „hotends“ sind, das war nicht einmal im größten Lexikon der Welt zu erfahren. Heißes Ende? Hm…

Warum Schrittmotor und nicht „step motor“ (so hieße es im Englischen) aber andererseits „extruder“ anstatt Schneckenwelle?

Vertritt man die Ansicht, das Englisch „braucht es unbedingt“, gäbe es auch die Möglichkeit, das Deutsche neben dem Englischen zu erwähnen. Es könnte den Umsatz fördern.

Der Anbieter hat auch PLA Filament im Sortiment. Im größten Lexikon der Welt ist dies nicht zu finden, wenn man „PLA Filament“ eingibt.

Schneckenwelle vs. "extruder"

Schneckenwelle vs. „extruder“: Warum nicht einfach und verständlich in Deutsch? Es wäre verkaufsfördernd, sagen alle Studien…